Winter Blues - 5 Tipps & Tricks um die dunkle Jahreszeit zu überstehen

Letzten Samstag wurde die Zeit umgestellt und somit beginnt für mich die härteste Zeit des Jahres - der Berliner Winter! Als gebürtige Spanierin, die auf den Inseln des ewigen Frühlings geboren und aufgewachsen ist, ist der Winter jedes Jahr immer wieder eine Herausforderung. Auf Lanzarote gibt es durchschnittlich zwischen 7 und 8 Sonnenstunden pro Tag im November - in Berlin sind es 2, wenn überhaupt! Ich sehe seit Tagen nur noch grau und nass!


2021/2022 wird nun mein 11. Winter in Deutschland sein und es ist das erste Mal, dass ich mich gewappnet fühle um dieses Jahr nicht wieder in eine saisonale Depression zu verfallen. Ich bin nämlich die Letzte, die sich wieder nur schlecht gelaunt, jammernd und unmotiviert ertragen möchte.


Um das vorzubeugen, habe ich meine Top 5 Maßnahmen zusammengefasst:


1. Tageslichtwecker, früh aufstehen und Haushalt abhaken


Aufwachen bzw. im Dunkeln aufstehen zu müssen ist für mich eine Qual. Ich bin ein Morgenmuffel und könnte während der kalten und nassen Jahreszeit den ganzen Tag unter einer warmen Decke rumlümmeln. Das wird mich und mein Business aber kaum weiterbringen, deshalb habe ich mir letztes Jahr den Tageslichtwecker von Philipps gekauft und bin begeistert. Ich weiss, er ist nicht billig, aber durch das sanfte Aufwachen mit dem Licht fällt es mir deutlich leichter aus dem Bett zu kommen.

So stehe ich früher und schneller auf und gewinne so tatsächlich fast 1 Stunde am Morgen in der ich lästige Aufgaben im Haushalt schon erledigen kann, bevor ich kurz vor 8 die Kids in die Kita bringe. Ich wache damit deutlich motivierter auf und bin schon am Morgen viel produktiver, somit hat sich die Investition für mich gelohnt.


2. Sport, Sport, Sport und nochmal Sport


Sport ist DIE perfekte Möglichkeit sich in eine positive Stimmung zu versetzen. Wir wissen es doch eigentlich selbst, aber ich wiederhole es nochmal: Sport macht glücklich! Alleine 20 Minuten leichte Bewegung reicht aus um die Glückshormone Serotonin und Dopamin auszuschütten. Stress wird abgebaut und Angst wird gedämpft. Diese Hormone sind auch dafür zuständig, dass du dich danach wacher, konzentrierter und motivierter fühlst.


Es muss nicht gleich eine Reise ins Fitnessstudio sein (obwohl hier für mich der soziale Aspekt auch eine große Rolle spielt um mich glücklicher zu fühlen), leg dir einfach Abends die Sportklamotten, Laptop und Matte bereit und starte den Tag mit nur 20 Minuten Pamela Reif. Du wirst dir selbst dafür danken!


3. Supplements





Schwieriges Thema, da es sehr individuell ist und es jeder für sich selbst recherchieren sollte. Ich möchte auch niemanden dazu raten irgendwelche Pillen zu schlucken ohne selbst zu wissen was drin ist und welche Nebenwirkungen auftreten können.


Generell raten Ärzte in der dunklen Jahreszeit seinen Vitamin D Speicher weiterhin aufzuladen, da dies durch die wenigen Sonnenstunden in der nördlichen Halbkugel unmöglich ist auf natürliche Weise aufzunehmen.


Zudem nehme ich Morgens und Abends ein Supplement aus Adaptogene. Adaptogene sind natürliche Pflanzenwirkstoffe, oft Kräuter, Wurzeln oder Pilze, die dem Körper helfen, sich an Stresssituationen anzupassen (Mehr dazu findest du hier)


Mir wurde das Adaptogen plus von Lebenskraftpur von einer Health Coach empfohlen und nehme es seit ca. 6 Wochen wieder regelmäßig.

Zudem nehmen wir Abends vor dem Schlafengehen L-Tryptophan - das ist eine essentielle Aminosäure die einen gesunden und erholsamen Schlaf fördert und Angst & Depressionen reduziert. (Mehr Infos)




4. Tageslichtlampe



Eine Tageslichtlampe regt den Körper an, mehr Serotonin auszuschütten und weniger Melatonin zu produzieren. Studien haben ergeben, dass die Lichttherapie mit Tageslichtlampe bei depressiven Verstimmungen im Winter ebenso gut helfen kann wie Psychopharmaka. Mir ging es letztes Jahr teilweise so schlecht, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht hatte, mir Antidepressiva zu holen. Leider ist es in Berlin absolut unmöglich einen Therapeuten zu finden, deshalb musste ich das irgendwie alleine überwinden.


Hier bin ich mir persönlich nicht wirklich sicher ob es hilft, aber ich nehme dieses Jahr einfach alles mit was mir helfen kann um nicht wieder in diesen depressiven Zustand der letzten Jahre zu verfallen. Nach dem Motto: “Viel Hilft viel!”


Ich habe meine von Beurer und sie steht auf meinem Schreibtisch direkt vor mir und an Tagen wie heute, an denen es draußen einfach nicht richtig hell geworden ist, kann es ja nicht schaden.


5. Akzeptieren, dass es auch mal schlechte Tage gibt.


Ich hasse den Winter! Und das ist auch okay! Ich werde auch nach 11 Jahren in Deutschland kein Mensch werden der dir jetzt sagt: “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung”. Ich werde auch kein Mensch werden, der es lieben wird im nassen kalten Wald zu spazieren oder gerne zum Skifahren in die Berge fährt und das ist okay!


Man kann noch so viel am Mindset arbeiten, sich positive Affirmationen einreden und tausend weiteren Motivationsbullshit lesen, aber sich zu verstellen und krampfhaft zu versuchen eine andere Person zu werden macht glaube ich auch nicht glücklich.


Für mich ist es mittlerweile auch ok einen schlechten Tag zu haben, den Morgen zu verschlafen und unmotiviert ohne Sport in den Tag zu starten - Das ist halt dann so, aber sich dafür auch noch schlecht zu fühlen bringt gar nichts.


Einfach schauen, dass es nur bei diesem einen Tag bleibt und nicht zu einer ganzen Woche wird, weil so wird der Einstieg in eine positive Routine wieder viel schwieriger.


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